Heilpraktiker Psychotherapie in Kiel – Hilfe bei Depression, Angst und Burnout
Als Heilpraktiker für Psychotherapie in Kiel begleite ich Menschen bei Depression, Angststörungen, Burnout und Lebenskrisen. Ziel ist es, innere Klarheit zu gewinnen, Blockaden zu lösen und neue Perspektiven zu entwickeln.
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Wer kennt es nicht: Innere Bilder oder das Unverständnis gegenüber dem eigenen Verhalten lösen belastende Gefühle aus. Wie in einem Traum verweben sich Befürchtungen und Bedürfnisse unaufhörlich in unser Tagesbewusstsein und beeinflussen unser Fühlen und Handeln. Oft erleben wir uns dabei als Spielball innerer Vorgänge, und Hilflosigkeit, Angst oder unwillkürliche Reaktionen bestimmen unser Denken und Verhalten. Mehr zur Therapie bei Angsterkrankungen finden Sie hier.
Gleichzeitig können Gefühle und innere Bilder auch zu einer Orientierungshilfe für eine heilsame psychische Entwicklung werden, denn sie entspringen unserem Inneren. Werden wir uns dieses Ursprungs mit Hilfe erlernbarer Techniken gewahr, verändert sich unsere innere Haltung: Wir bleiben in einer bewussten Beobachterposition und erkennen unmittelbar die motivierenden Grundlagen unserer Bilder und Gefühle. Dies ist ein wichtiger Ansatzpunkt meiner Behandlung.Integration der asiatischen Sichtweise in einen systemischen Therapieansatz
Meine Arbeit im Bereich der Psychosomatik hat mir gezeigt, wie stark der Geist den Körper beeinflussen kann – nicht nur im negativen, sondern auch im heilsamen Sinne. In vielen asiatischen Traditionen (z.B. ayurvedische oder buddhismus Psychologie), ist dieser Zusammenhang seit Jahrhunderten verankert: Die buddhistischen Geistesfaktoren beschreiben, wie innere Haltungen körperliche Prozesse formen, und die Vorstellung von 84.000 geistbedingten Erkrankungen verdeutlicht, wie eng Psyche und Körper miteinander verwoben sind. Diese Sichtweise prägt meine therapeutische Arbeit, weil sie für mich nahelegt, dass Erkenntnisse die eigentliche Grundlage innerer Veränderung sind. Aus diesem Verständnis heraus arbeite ich mit einem erkenntnisbasierten, systemisch erweiterten Psychotherapieansatz.
Hierzu nutze ich neben Ansätzen der westlichen Psychologie Techniken aus Meditation und Kontemplation. Sie ermöglichen die Untersuchung innerer Bilder und unverständlichen Handelns, indem sie die Selbstwahrnehmung fest im Analyseprozess verankern. Für Psychosomatische Fragestellungen greife ich auf die Psychosomatische Erkenntnistherapie zurück.
Ergänzend verwende ich das Verfahren der Psycho-Kinesiologie, um unbewusste Prozesse sichtbar zu machen.
Weitere Informationen zu meinen naturheilkundlichen Therapieansätzen finden Sie auf der Seite zur Naturheilkunde sowie zur Mikrobiologischen Kur – einem naturheilkundlichen Verfahren, das in meiner Praxis zur Unterstützung der Darmgesundheit und des Immunsystems eingesetzt wird.
Westliche Psychologie
Allgemein: Die westliche Psychologie geht bei psychischen Symptomen von einem zugrundeliegenden Ursache-Wirkungs-Zusammenhang aus. Diesen gilt es beispielsweise durch Erkenntnis oder Konditionierung unwirksam zu machen.
Anwendung: In der westlichen Psychologie können zwischen einer emotionalen und einer intellektuellen Vorgehensweise unterschieden werden. Bei der intellektuellen Vorgehensweise erkennt der Analysierende, dass Grundannahmen von Zusammenhängen falsch sind und losgelassen werden können. Dem gegenüber steht bei dem emotionale Ansatz das situative Erfassen von Erlebnissen im Vordergrund. Hierbei stellt das Gefühl auch einen Ausgangspunkt für eine anschließende rationale, analytische Weiterverarbeitung dar.
Ayurvedische Psychologie
Allgemein: Im ayurvedischen Weltbild beherbergt die Seele („Jivatman“) ein unbegrenztes Energiepotential, welches von psychischen Schichten umschlossen wird. Je widerspruchsfreier diese Schichten im Einklang stehen, desto durchlässiger werden sie für das Energiepotential der Seele. Dieser Vorgang wird von Erkenntnis und Reinigung begleitet, welche zu geistiger und körperlicher Gesundheit führen.
Anwendung: Für die Harmonisierung der psychischen Schichten bzw. Instanzen spielt die Kosmische Intelligenz („Buddhi“) eine wichtige Rolle. Sie vermittelt zwischen vergangenen Geisteseindrücken und aktuellen Erlebniskonzepten wie Erwartungen oder Wünschen. Je nachdem welche geistige Instanz in der augenblicklichen Situation dominiert, kann auf das überpersönliche Wissen der Kosmischen Intelligenz mit unterschiedlicher Klarheit zugegriffen werden. Hierdurch können grundsätzliche Erkenntnisse über die eigene Situation bzw. Person bewusst gemacht, und eine Harmonisierung der geistigen Instanzen bewirkt werden. Häufiger Gegenspieler der Kosmischen Intelligenz ist das Ego („Ahamkara“).
Buddhistische Psychologie
Allgemein: Der Buddhismus erklärt die Entstehung eines wesentlichen Teils von Krankheiten vor dem Hintergrund von den drei Geistesgiften: Begierde, Hass und Verblendung. Sie gelten als Ursache für eine getäuschte Wahrnehmung und führen durch diese zu einer unheilsamen Entwicklung von Körper und Geist.
Anwendung: Eine Vorgehensweise in der buddhistischen Psychologie ist es zu lernen, wie die Wirklichkeitsebene hinter den durch die Geistesgifte verzerrten Bildern wahrgenommen werden kann. Hierbei spielt eine genaue Analyse der inneren Bilder eine Rolle und die Verwirklichung einer intuitiven Wahrnehmung. Die Momente intuitiver Wahrnehmung entstehen aus Geistesruhe. Sie sind erkennend, selbstauflösend und von einem Gefühle der Furchtlosigkeit begleitet.
Psycho-Kinesiologie
Allgemein: Die Psycho-Kinesiologie findet Anwendung in psychotherapeutischen Fragestellungen und kann auch als 'Dialog mit dem Unbewussten' bezeichnet werden. Die Methode nutzt eine Verbindung zwischen unserem unbewussten Anteilen mit nicht-willentlich gesteuerter Muskelspannung. Ein einfach anzuwendender Test der Muskelspannung bei einer verbalisierten Fragestellung, kann dann als Feedback-Reaktion des Unbewussten angesehen werden.
Anwendung: Anhand der Muskelreaktion zu konkreten Fragestellungen werden Deutungsmöglichkeiten beleuchtet und weiterführende Fragen entwickelt. Diese bilden dann ihrerseits wieder die Ausgangssituation für weitere Tests und Fragestellungen. Auf diese Weise werden grundlegende Ursache für ein Symptom/Verhalten identifiziert und einer bewussten Verarbeitung zugeführt. Hauptorientierungspunkt bei dieser Vorgehensweise ist das Gefühl des Patienten. Dabei werden klare, befreiende Gefühle des Patienten als Übereinstimmung zwischen bewussten und unbewussten Sichtweisen verstanden.
Kontemplation
Allgemein: In der Kontemplation geht es ursprünglich darum sowohl die göttliche als auch die spiegelbildliche irdische Wahrheit gemeinsam (Kon = zusammen, Templum = Beobachtungskreis) wahrzunehmen und dadurch Befreiung zu erlangen. Moderner ausgedrückt, dient die Kontemplation dazu, zu erkennen, dass Ganzheit und Kausalität (d.h. Ursache -> Wirkung, "Karma") zwei Aspekte der selben Wirklichkeit sind.
Anwendung: So lässt sich beispielsweise in der Kontemplation wahrnehmen, dass ein äußeres Objekt durch das Prinzip von Ursache-Wirkungs begehrt wird. Gleichzeitig wird auch erkannt, dass die Attraktivität des Objektes keine tatsächliche Eigenschaft von einem äußeren Objekt ist, sondern eine Eigenschaft, die aus dem eigenen Geist heraus entstanden ist. Wenn neben der Kausalität auch die Ganzheit wahrgenommen wird, setzt eine vorstellungsfreien Wahrnehmung ein, die mit befreienden Gefühlen einher geht.
Meditation
Allgemein: Mittels Meditation nimmt der Geist die Position eines "Forscherauges" ein: Bedingt durch Neigungen und Abneigungen verändert der Geist innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde, ohne Beteiligung des Bewusstseins, die Grundlage seiner Wahrnehmung. Das Bewusstsein hält dieses veränderte Bild für die Wirklichkeit und reagiert darauf. In der Meditation nimmt der Geist eine Position ein, von der aus er dieses Geschehen von „außen“ überblicken kann und durchschaut. Damit verweilt der Geist im Augenblick und in der Wirklichkeit, weil er alle Impulse das Wahrgenommene zu verändern ziehen lassen kann.
Anwendung: In der Meditation lässt der Meditierende den Geist mit der Wahrnehmung auf einer äußeren Wirklichkeit dauerhaft verweilen. Durch den anhaltenden Wirklichkeitskontakt, erlebt der Geist sein eigenes Spiel zunehmend distanzierter und kann Innere Bilder und Wirklichkeit voneinander unterscheiden. Hierdurch lösen sich leidvolle und widersprechende Gefühle auf. Da sich der Geist auf diese Weise ebenfalls seines eigenen klaren Wesen bewusst wird, stellen sich darüber hinaus Gefühle wie Glück und Freude ein.
Psychosomatische Erkenntnistherapie
Allgemein: In diesem Therapieansatz sind Inhalte der buddhistischen und der ayurvedischen Psychologie für eine gut praxistaugliche Vorgehensweise von mir zusammengeführt. Eine vertiefende Darstellung der buddhistischen Erkenntniszustände, die dieser Arbeit zugrunde liegen, finden Sie im Blogbeitrag Erkenntniszustände – wie Einsicht den Körper verändert.
Im Rahmen der PSET lernt der Patient zwischen Wirklichkeit und Täuschung zu unterscheiden. Hierdurch erkennt der Patient die Natur belastender Gedanken, so dass sich Geistesruhe und ein heilsames Selbstverständnis einstellen können.
Anwendung: Wichtig bei der PSET ist zu lernen, dass im Geist sowohl die Selbstwahrnehmung als auch die Fremdwahrnehmung gleichzeitig ablaufen, und dass jede Assoziation auch eine erinnerte Selbstwahrnehmung beinhaltet. Unter belastenden Umständen erscheint diese erinnerte Selbstwahrnehmung als eine Eigenschaft der äußeren Umwelt und es entsteht der Eindruck, die Umwelt würde dasselbe von einem wahrnehmen wie man selbst. Dies führt zum verstärkten Verlust von Selbstbewusstsein und beispielsweise zu belastenden Reflexen sich selber zu schützen.
Erfahren Sie mehr über die Psychosomatische Erkenntnistherapie (PSET) und wie sie Ihnen helfen kann, körperliche und emotionale Energie ins Gleichgewicht zu bringen – auf der Seite Stress und Körper verstehen – Einblick in PSET auf der Seite Seite zur Psychosomatik sowie im Blogbeitrag Schutz und Sehnsucht, der ein anschauliches Fallbeispiel aus der frühen Kindheit beschreibt.
Gruppenmediation und Paarberatung
Ein systemischer Ansatz bietet eine elegante Methode in der Psychotherapie – besonders dann, wenn mehrere Personen an einer harmonischen Lösung interessiert sind. Aus meiner Erfahrung zeigt sich, dass viele individuelle Herausforderungen aus unklaren Vorstellungen über die eigene Gruppenbeziehung entstehen. Ängste und Bedürfnisse können dazu führen, dass Gruppen unbewusst instrumentalisiert werden – sei es zur eigenen Stabilisierung oder zur Bestätigung eines Selbstbildes. Gleichzeitig beeinflussen die Erwartungen und Ängste anderer Gruppenmitglieder das soziale Gefüge und verstärken bestehende Muster.
Der systemische Ansatz schafft Raum, um Konflikte bewusst zu machen und individuelle sowie gruppenbezogene Lösungen zu finden. Die Arbeit in einer Gruppe – einschließlich Paaren – macht feine Einflussfaktoren unmittelbar sichtbar und zeigt die subjektive Natur des Gemeinschaftsbildes. Dadurch lösen sich gedachte Strukturen auf, und Beziehungen werden zu einer erlebbaren Wirklichkeit.
Meine Vorgehensweise ist inspiriert vom Wir-Prozess sowie von achtsamkeitsbasierten Ansätzen aus dem Buddhismus. Diese Methoden fördern eine bewusste Wahrnehmung und ermöglichen es, sowohl individuelle als auch verwachsene Muster zu erkennen und auf diese Weise nachhaltig aufzulösen. Ich biete Gruppenmediation und Paarberatung an und begleite Sie gerne auf diesem Weg.
Wenn das Ego des Anderen krank macht
Wenn das Ego des Anderen krank macht In meiner Praxis begegne ich häufig Menschen, die nicht selbst unter einer Persönlichkeitsstörung leiden – sondern unter den psychischen Folgen einer engen Beziehung zu einem Menschen mit stark egozentrischen, narzisstischen oder manipulativ-dominanten Zügen. Solche Beziehungen – sei es zu Partnern, Eltern oder anderen nahestehenden Personen – können das eigene Selbstbild erschüttern, emotionale Abhängigkeit fördern und psychosomatische Beschwerden auslösen. Die therapeutische Arbeit besteht darin, die subtilen Dynamiken dieser Beziehungen zu erkennen, sich innerlich zu entkoppeln und die eigene Wahrnehmung zu stabilisieren.
Wenn die Angst vor dem Alleinsein krank macht
Viele Menschen erleben das Alleinsein nicht als Raum der Ruhe, sondern als Bedrohung. Die Angst, ausgeschlossen oder abgelehnt zu werden, kann tief verankert sein – oft durch frühe Erfahrungen wie wiederholten Liebesentzug oder Eltern, die eher als Freunde denn als verlässliche Bezugspersonen agierten. In meiner Praxis arbeite ich mit Menschen, die sich innerlich abhängig fühlen von Bestätigung, Nähe oder Zugehörigkeit. Die therapeutische Arbeit besteht darin, die eigene Wahrnehmung zu klären und das Alleinsein nicht als Mangel, sondern als Möglichkeit zu erfahren. So entsteht ein Zugang zu unverstellter Freude und innerer Stabilität – unabhängig von äußeren Beziehungen.
Heilpraktiker Dr. ac.agr. Zitscher
Psychotherapie am Blücherplatz