Naturheilkunde Kiel · Autoimmunerkrankungen & Mikrobiom
Viele chronische Erkrankungen gehen mit einem überlasteten Immunsystem einher – oft in Verbindung mit Darmstörungen, Entzündungsprozessen oder einer unausgeglichenen Lebensweise. In meiner Praxis für Naturheilkunde in Kiel kommen Ernährungstherapie, mikrobiologische Verfahren und naturheilkundliche Anwendungen zum Einsatz.
Auf Wunsch kann die naturheilkundliche Behandlung durch psychotherapeutische Verfahren ergänzt werden – insbesondere, wenn seelische Aspekte als unterstützender Ansatz betrachtet werden. Mehr dazu erfahren Sie hier. Weitere Informationen zum psychosomatischen Verständnis finden Sie auf der Seite Psychosomatik.
Naturheilkunde und Ernährungsberatung
Ganzheitliche Ernährungstherapie im Spiegel traditioneller Heiltraditionen
In der traditionellen chinesischen und ayurvedischen Medizin spielt Ernährung eine zentrale Rolle – nicht zur Symptombehandlung, sondern zur Wiederherstellung des Gleichgewichts von Körper und Geist.
In meiner Ernährungsberatung verfolge ich ebenfalls diesen ganzheitlichen Ansatz. Dabei orientiere ich mich am biologischen Evolutionsgedanken: Lebensmittel entfalten ihre Wirkung nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit den grundlegenden biologischen Anpassungsweisen, die sich über Jahrtausende entwickelt haben. Neben bewährten Verfahren der westlichen Naturheilkunde setze ich auch Techniken aus der Psycho-Kinesiologie ein, die davon ausgehen, dass unser Körper über ein instinktives, im Laufe des Lebens verfeinertes Beziehungsverständnis zu Lebensmitteln verfügt.
Fließgleichgewicht – mein systemischer Ansatz in der Naturheilkunde
In der Naturheilkunde hat sich für mich das Prinzip des Fließgleichgewichts als besonders wertvoll erwiesen: den Organismus so zu unterstützen, dass Mangel und Überfluss in einen stabilen, gesunden Ausgleich kommen. Dieses Prinzip bezieht auch Umverteilungen im Körper oder die Aktivierung von Versorgungs- und Entsorgungssystemen mit ein.
Biologisch gedacht entspricht diesem Grundgedanken am stärksten die Etablierung eines natürlichen Rhythmus und einer ausgewogenen Lebensweise. Denn wenn Ernährung, Bewegung, Ruhephasen und Schlaf im Einklang mit den inneren biologischen Anpassungsmechanismen stehen, kann der Körper seine Selbstregulation am besten entfalten.
Um dieses Ziel zu erreichen, kommen in meiner Praxis folgende Methoden zum Einsatz:
Ernährungsmedizinische Ansätze
- Orthomolekulare Therapie & Phytotherapie: Einsatz naturheilkundlicher Arzneien und biotischer Lebensmittel zur Unterstützung des Stoffwechsels.
- Individuelle Diätformen: z. B. ketogene Ernährung, Entgiftungsdiäten, Fastenmethoden oder mediterrane Kost – abgestimmt auf die persönliche Situation.
Mikrobiologische & reinigende Verfahren
- Probiotische Therapieformen: gezielte Unterstützung des Mikrobioms.
- Darm- und Leberreinigung, Basenbäder, Schwermetallausleitung: Verfahren zur Entlastung und Regeneration.
Körperliche & lebenspraktische Anwendungen
- Wasseranwendungen: klassische naturheilkundliche Reize zur Stärkung der Selbstregulation.
- Körperschulung & Gehmeditation: Förderung von Achtsamkeit, Bewegung und innerer Balance.
Ordnungstherapie
Die Ordnungstherapie unterstützt Sie dabei, durch geregelte Tagesstrukturen, gesunden Schlafrhythmus und bewusste Lebensführung langfristig Stabilität für Körper und Geist zu schaffen. Sie fördert den bewussten Umgang mit Belastungen, integriert Ruhephasen in den Alltag und stärkt damit Selbstregulation und Widerstandskraft.
Da im Zusammenhang mit Heilung eine längerfristige Umstellung sinnvoll ist, sind alle Verfahren geeignet, um in ein Konzept privater Lebensführung übertragen zu werden. Auf Wunsch werden auch Alltagshandgriffe vermittelt, wie beispielsweise die Herstellung biotischer Lebensmittel oder gesunder Süßwaren.
Ganzheitliche Begleitung bei chronischen Entzündungen – Dauerstress, Darmgesundheit und seelische Belastungen greifen oft ineinander. In meiner Praxis für Naturheilkunde in Kiel verbinde ich Ernährungstherapie, Mikrobiom-Arbeit und – wenn es sinnvoll ist – auch begleitende Gespräche zur Stressreduktion und inneren Stabilisierung.
Für ein Erstgespräch können Sie hier Kontakt aufnehmen.
Chronische Entzündungskrankheiten
Darmgesundheit & Psychotherapie – Ganzheitliche Hilfe bei Rheuma, Colitis & Co.
Chronisch-entzündliche Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Colitis Ulcerosa, Psoriasis Arthritis oder Fibromyalgie betreffen viele Menschen und haben oft eine unklare Ursache. Die Schulmedizin vermutet autoimmune Reaktionen, genetische Faktoren oder Virusinfektionen als Auslöser. Doch auch zwei beeinflussbare Faktoren werden immer wieder genannt: seelische Belastungen und Störungen im Verdauungssystem.
Im Zentrum meines ganzheitlich-systemischen Praxis Ansatzes steht die Verzahnung von Darmgesundheit mit Mikrobiom und Ernährung einerseits sowie der psychotherapeutischen Begleitung mit Stressreduktion und Ordnungstherapie andererseits:
- Darmgesundheit: Weil Entzündungen im Körper oft in einem gestörten Mikrobiom mitursächlich sind, umfasst dieser Bereich Darmsanierung, mikrobiologische Therapie und entlastende Ausleitung, um das Mikrobiom zu stabilisieren, die Darmschleimhaut zu regenerieren und entzündungsfördernde Stoffwechselprodukte zu reduzieren. Ein gesunder Darm wirkt zudem über die Hirn‑Darm‑Achse positiv auf unser Wohlempfinden und kann damit indirekt entzündliche Prozesse beeinflussen.
- Ernährungs- & Ordnungstherapie: Eine gezielte Ernährung kann entzündliche Prozesse messbar senken (z.B. CRP-Wert), z. B. durch individuell abgestimmte Diätformen und Fastenmethoden, kombiniert mit alltagsnaher Strukturierung, um den Stoffwechsel zu optimieren und das Immunsystem zu entlasten.
Weitere naturheilkundliche Hinweise zur Stärkung des Immunsystems finden Sie im Beitrag Immunsystem im Herbst stärken . - Psychotherapie & psychosomatische Begleitung: Dauerstress bzw. Dauerängste verstärkt nachweislich Entzündungen, weshalb Methoden zur Stressreduktion, seelischen Stabilisierung und Erkenntnisarbeit hier einen wesentlichen Baustein darstellen. Ergänzend können Verfahren zur Stressreduktion und inneren Stabilisierung sinnvoll sein.
Diese Verfahren können eine schulmedizinische Behandlung sinnvoll ergänzen – besonders dort, wo Patient:innen nach Alternativen zur dauerhaften Einnahme von Medikamenten wie Kortison, TNF-Blockern oder Zytostatika suchen.
Mikrobiologische Therapie
Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn, rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose und Typ-2-Diabetes kennzeichnen sich durch eine Toleranzstörung des Immunsystems gegenüber körpereigenen Gewebestrukturen. Signifikante Fallzahlen weisen dabei auf einen Zusammenhang zwischen spezifischen Autoimmunerkrankungen und einem auffälligen mikrobiologischen Verteilungsmuster im Darm, im sog. Mikrobiom Darm, hin. Vor diesem Hintergrund erlangen mikrobiologische bzw. mikrobielle Therapien, bei denen versucht wird, mittels der Aufnahme von Mikroorganismen die Darmflora positiv zu beeinflussen, eine besondere Bedeutung.
Obwohl die Schulmedizin in den letzten Jahren für einzelne Kausalzusammenhänge erstaunliche Resultate an die Oberfläche gefördert hat, konnte bis heute kaum ein allgemeingültiger Therapieansatz für mikrobiologische Therapien entwickelt werden. Dies liegt zum Einen an der Komplexität der Darmökologie und zum Anderen an der wirtsspezifischen Individualität des Mikrobioms. Aus diesem Grund folgen Therapien in diesem Umfeld in besonderer Weise einer Vorgehensweise, bei der geeignete Lösungen für Einzelpersonen durch Ausprobieren gefunden werden.
Für mikrobiologische Therapien stehen hierfür verschiedene Herstellerpräparate zur Verfügung sowie selbst herstellbare bzw. käuflich erwerbbare Lebensmittel wie beispielsweise Kefir oder Sauerkraut. Letztere, die sog. Probiotika, werden aus Gründen fehlender präzisierender Studien in der rechtlichen Sprachregelung als Lebensmittel mit gesundheitsfördernder Wirkung für die Darmflora angesprochen.
Um theoretisch bessere Ergebnisse für die Etablierung eines veränderten mikrobiologischen Besiedlungsmusters im Darm zu erzielen, wird eine mikrobiologische Therapie häufig durch begleitende Maßnahmen flankiert, die die Milieubedingungen für die gewünschten Bakterienkulturen verbessern sollen. Hierzu zählen beispielsweise Anwendungen zur Schadstoffreduktion im Darm, eine Sanierung der Darmschleimhaut, eine Stimulierung der Verdauungsorgane oder eine präbiotische Ernährungsumstellung.
Neuere Erkenntnisse zeigen zudem, dass anhaltender Stress das Mikrobiom deutlich beeinflussen kann – mit Folgen für Verdauung, Immunsystem und Entzündungsprozesse. Da chronischer Stress sowohl körperliche als auch seelische Prozesse beeinflusst, kann es sinnvoll sein, neben der mikrobiologischen Therapie auch die Stressregulation zu unterstützen – ein Bereich, den ich in meiner Praxis ebenfalls behandle..
Weitere Hinweise zur praktischen Umsetzung finden Sie im Ansatz der Mikrobiologischen Kur.